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‘Allgemein’ Category

  1. Hunde- und Kindererziehung in München

    Juli 11, 2011 by blogmunich

    Vor circa zehn Jahren begann das Phänomen in München. Inzwischen machte es auch als neue Berliner Hassgruppe “knochig, blond, Mutter” in der Literatur wie in Feuilletons die Runde (z.B. “Carlottas Spaß” von Ulrike Draesner). Mütter, die ihr finanziell gesichertes Muttersein zwischen Bioladen und Fitnessstudio als hehren, hohen, kostbaren Auftrag begreifen, der sie in einer Art diplomatischer Immunität vor eventuellem Einfädeln in derzeit gültige moralische Regelwerke schützt. Wobei diplomatisch hier das falsche Wort ist. Mütter, die es stört, wenn SIE mit ihren sportlichen Kinderwagen zum Preis eines Mitteklasseautos DIR in die Hacken fahren.

    Mütter, die quasi von Gottes Gnaden darüber erhaben sind, wenn ihre Kinder dem Nachwuchs anderer die Sandschaufel über den Schädel ziehen, sie von der Schaukel schubsen oder beinfach nicht mehr vom unteren Ende einer gut besuchten Rutsche weichen wollen. Väter, die dazu “süüüüß” sagen und es “dufte” finden, dass die Kleinen zwischen Chinesischkurs und Geigenunterricht noch so viel Zeit finden, andere Kinder zu terrorisieren. “Durchsetzen” nennen sie es.

    Erzeuger, die sich erst missgelaunt zu einer Reaktion hinreißen lassen, wenn  sie andere Eltern mehrmals darauf hinwiesen, dass schon der halbe Spielplatz Platzwunden hat und sie ihrem Kind doch endlich den Baseballschläger wegnehmen sollen. Folgendes bekommt man dann passiv zu hören: “Jakob (Lara, Sarah, Tobias, Luca, Alexander, Isabella Aurelia, Freija Aline, Torge Manus, Juna, Lotte Sofie, Emma Soley, Arjen, Pia Philine, Benjamin-Leon,  Lena Marie, Noelani) wir haben doch gestern lange darüber diskutiert, dass wir es gar nicht schön finden, wenn du andere Kinder haust!” Pia/ Philine/ Jakob, meist zwei Jahre alt und dem Satz alleine semantisch nicht gewachsen, schaut entsetzt, weint bei Bedarf und schlägt nach ca. fünf Minuten munter weiter.

    Aber es wird noch besser! Da ja gerade in München immer weniger blonde dürre Frauen oder Männer unter 55 Jahren Kinder bekommen, kaufen sie sich jetzt Hunde. Es gibt so viele Hunde in München wie nie zuvor. Sie heißen Jakob, Lara, Sarah, Tobias, Luca oder Pia, bekommen Biofleisch aus Schweden und den Platz in Frauchens/Herrchens Bett und Herzen, der an sich für ein Kind gedacht war. Sie terrorisieren völlig erziehungsfrei die Spielplätze, Parks und öffentliche Wiesen wie früher ihre kindlichen Vorgänger und hinterlassen stinkende Würste, die bisher noch sehr wenige ihrer Mamis/Papis wirklich entsorgen (in Schwabing bleibt fast immer die Wurst IN der Tüte liegen). Dazu erfreuen sie die komplette Länge der Isar in München mit andauerndem, nervenzerfetzendem, hundehassevozierendem, Ruhe unmöglich machendem Dauergekläffe und -Gebelle, das so viel heißt wie “Schmeiß mir den Stock in das Wasser”, was aber dank Desinteresse oder Dauergequatsche der Hundemamis/-papis nicht erhört wird. “Mein Hund wird gewaltfrei erzogen” heißt es dann.

    Folgendes bekamen wir gestern (passiv) zu hören (Mensch an Hund): “Tobias, wir haben doch gestern lange und ausführlich darüber diskutiert. Ich möchte nicht, dass du dauernd bellst.” Tobias hat ungefähr ebenso viel  verstanden wie der menschliche Namensvetter vor zehn Jahren und er bellt begeistert weiter. Zwischenzeitlich schüttelt er sich lange, stinkend und ausgiebig vor unserem Liegeplatz, klaut dem Nachbarn zur Linken sein Pausenbrot und legt sich auf das Handtuch eines weiteren Badenden. Lächelnd und stolz schaut sein Frauchen/Herrchen ihm zu, im sicheren Wissen, dass wir den Schützling alle so liebreizend und fantastisch finden, wie sie selbst. Bald schon sind fünf oder sechs kläffende, schüttelnde, dauerbellende, geduldszermürbende, schreikrampferzeugende, nervenkrisenbewirkende, hundefängeralstraumberufscheinenlassende, mordfantasienhervorbeschwörende………

    Egoismus statt Altruismus! Zu diesem Thema – bald an dieser Stelle – Weitere News über Münchener Fahrradfahrer, Autofahrer, Türvordernasezuschlager, Flaschenzerschmeißer und anderes “gewaltfrei erzogenes” Gewürm.


  2. Das ist billig. Und EHEC.

    Juni 8, 2011 by blogmunich

    Meine Freunde essen keinen Salat mehr. Und keine Tomaten. Und keine Gurken. Es gibt schließlich schon 22 EHEC-Tote.

    Ich habe mich dazu entschlossen:

    Nicht mehr ins Krankenhaus zu gehen (25.000 Tote jährlich dank MRSA-Keim alleine in D)

    Nicht mehr zu putzen (5500 bei Putzen tödlich verunglückte Hausfrauen jährlich)

    Nicht mehr Auto zu fahren (fast 4000 Tote)

    Nicht mehr zu arbeiten (208.000 Herzinfarkttote)

    Nicht mehr am Kugelschreiber zu lutschen (100 Tote jährlich)

    Nicht mehr zu essen (100.000 Diabetestote)

    und auch auf Sex muss ich verzichten (2 Tote jährlich)

    Eines aber muss gesagt sein. EHEC-Viren beißen sich nicht auf bösen Killergurken oder menschenverachtenden Kamikaze-Tomaten fest, sondern sind ein Produkt der Massentierhaltung (gepaart mit der Pharmaindustrie), und das sagen wir schon seit JAHREN!

    http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/ehec-aus-der-massentierhaltung

    So.

    Nun zum erfreuliche Teil: Isarimpressionen, Strickguerilla, neuer Dresscode im Biergarten, Ficken

    Das ist nett von der Stadt München, dass sie bei ihren Sexangeboten auch an die Hartz-IV-Empfänger denkt (gesehen auf dem Streetlife-Festival). Ficken für 2,50!

    Kuschelente, Kuschellaternenpfahl, Kuschel- äh nä Bauch halt

    Arbeitsalltag  (gesehen unter Robert Hofmanns Fenster in der Metzstraße)


  3. Fundstücke – Gelbe Seiten – Esskultul

    Mai 19, 2011 by blogmunich

    Da ga es mal einen Claim “Vielleicht hätten Sie jemand fragen sollen, der sich damit auskennt – Gelbe Seiten”. Nicht dass das jetzt irgendwie im Zusammenhang steht, also gelb, äh, Mist, ah, Rassismusverdacht.

    Aaaaber, Bonanza-Fans aufgepasst: Hop Sing lebt! DAS fanden wir auf der Website eines Chinesischen Restaurants in der Paul-Heyse-Str:

    Und dann gibt es noch einen Tipp, das Phonografenfest im Kaufring. Obwohl: Das letzte Mal haben wir es geschafft, den Altersschnitt zu senken, statt wie sonst zu heben.

    Dazu passend das Schild einer Haidhauser – äh – Praxis?


  4. Münchens neue Partnergemeinde Saigon/ Victoria Martini in der Artischocke

    Mai 15, 2011 by blogmunich

    Der April musste blogmäßig ausfallen, da sich Blogmüniiik auf Forschungsreise nach Vietnam begeben hatte. Thema: BBB – Beach, Buddha & Bier. Erstaunliche Parallelitäten taten sich da auf!

    Beispielsweise das vietnamesische Wort für Fassbier: BIA HOI. Bia hoi! Das klingt schwer nach bajuwarischem Imperativ. Auch Kurzsätze wie “Lang nei”, “Mei Gweih” oder “Ja Mei” waren in Saigon zu hören, allerdings konnten wir nie herausfinden, was sie bedeuten. Buddha hin, Buddha her, auch die gepflegte Vietnamesin haut sich scheinbar ab und zu gerne einen hinter die Binde…

    Eine weitere Parallelität: Stickbilder. Aber die können wir besser! Wir sind Stickpapst. Bzw. die wundervolle Künstlerin Victoria Martini. Diese feierte in der brandneuen Galerie Artischocke am Freitag, den 13. Mai Vernissage. Und während in Vietnam die Nadeln für die schauerlichsten Varianten diverser noch schauerlicherer Themen heißgestickt werden, beispielsweise DAS:

    erfreut uns Frau Martini mit einem witzigen Mix aus feinem bis ironischem Kunstsinn und filigraner Handwerkskunst.

    Das sieht dann so aus:

    oder so

    oder auch so:

    Die neue Galerie Artischocke und die Künstlerin Victoria Martini selbst sehen übrigens SO aus:

    (in blau, in der Mitte). Die Vernissage danach, Stefan Haas in unserer neuen Lieblingskult(ur)stätte, dem Salon Irkutsk – war irgendwie nicht zu sehen. Die Bilder waren so klitzeklein, dass der Künstler selbst seinen Gästen die mikroskopisch kleinen Comics mit der Taschenlampe zeigen musste. Aber der Salon war – wie immer – angenehm, klasse, schön, lustig, feinsinnig, bierselig, abstürzig.


  5. Styleblogmunich.net

    Februar 24, 2011 by blogmunich

    UND ein neues Model für den stylishen Teil des Blogs. Michael Behr heißt er, wie er mir verriet, und die Temperatur während der Aufnahme betrug mollige – 2 Grad.
    Schnatter….


  6. Fundstück der Woche

    Januar 10, 2011 by blogmunich

    … und zu Ostern gibt’s auch Lego!

    Danke Christian Caruso!


  7. Jugendsprache – das Neueste aus einer (mir) verlorenen Welt…..

    November 21, 2010 by blogmunich

    Ackerschiene – Spoiler
    Alupickel – Piercing
    Beinpresse – Leggins
    Bitchburner – Solarium
    Waldapotheker – Drogendealer
    Chefbettmatratze – Sekretärin
    Entenparka – Gänsehaut
    Froschbenzin – Pfefferminzlikör
    Zweitwohnung – Handtasche
    Affenwurst – Banane
    Biotonne – übergewichtiger Vegetarier
    Cellulitezentrum – Schwimmbad
    Discoblitzer – Zahnspange
    Eierkocher – Sitzheizung
    Gehirnquäler – Lehrer
    Ketchupdeckel – Mensch mit roten Haaren
    Mumienexpress – Bus voller alter Menschen
    Pennercabrio – Einkaufswagen
    Rentner-Bravo – Apothekenumschau
    Wasserspender – Person mit feuchter Aussprache
    Felleule – Mädchen mit langen, fettigen Haaren
    Trachtengruppe – Polizisten in Uniform
    Tempelraser – Sandalen
    Sportwagendeko – Blondine im Sportwagen
    Zwei Hippies unter den Armen haben – starke Achselbehaarung
    Vertreterschal – Krawatte
    Töle ausleeren – mit einem Hund Gassi gehen
    Murmelschuppen – Kirche

    Aus: PONS Wörterbuch der Jugendsprache 2010


  8. Neues aus dem Gaza-Eck

    November 15, 2010 by blogmunich

    Nicht der Gaza-Streifen, nein das Altheimer Eck, Münchenern auch als Alzheimer Eck bekannt, ist hier zu betrauern!




  9. März 2, 2010 by blogmunich

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