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Blogmunich

subjektiv und ungerecht

Archive for the ‘in eigener Sache’ Category

Rauchen und Falschgeld für die Kunst

Posted Dienstag, Juli 31st, 2012
Posted in Allgemein, Bildung, Kunst, Polemik, Werbung, in eigener Sache | Kommentare deaktiviert

Angenehm überrascht durften wir erfahren, dass uns die Tabakindustrie demnächst ein langes Siechtum via Raucherkrebs- und bein, Lungenemphysem oder anderen unappetitlichen Möglichkeiten eines vorzeitigen, dafür aber schmerzhaften Todes in Zukunft ersparen möchte:

Deshalb fanden wir es dann doch ganz okay, dass wir – natürlich aus Unachtsamkeit und weil wir von Blogmunich weder Gebrauchsanweisungen noch Einladungen bis zum Ende durchlesen – quasi aus Versehen bei “Freiheit hinter Gittern” vorbeigeschaut haben. Zuerst mussten wir versichern, dass wir wirklich 18 sind, was uns – die wir sonst den Alterschnitt mit einem Schlag um 20 Jahre heben können – auch ohne Pass gelang. Dann bekamen wir einen Bon für ein Freibier. “Häääää?” – genau, so ging es uns auch. “Hääää”? war dann auch die zweite Reaktion auf die großräumig, teuer und perfekt ausgeleuchtete Anlage des früheren. Frauenknasts Neudeck. Wir waren nämlich dem Irrtum aufgesessen, dass es hier um eine Zehra-Spindler-Veranstaltung geht, was aber sowas von daneben war. DENN den Zuschlag für das Kunstgefängnis bekam nicht Zehra – leider – sondern eine Zigarettenmarke. Das Ganze sollte irgendwie undergroundig streetkulturig multimediaperformancig rüberkommen. Das Problem war: Die Flügelchen der Zigarettenfirma, die das Ganze sponserte, waren überall zu sehen. Und weckte direkt die unangenehme Assoziation zu der peinlich-belämmerten Werbekampagne mit dem verklemmten Pseudo-Hipster, der – hach wie unkonventionell – im Streifenschlafanzug seinen Hund spazieren führt dabei so dufte knorke freiheitsmäßig eine raucht. Das Plakat war so misslungen, dass meine 89jährige Nachbarin Centa es so interpretiert hat, dass der Typ im gestreiften Anzug soeben dem Zuchthause entfleucht war – deshalb Liberté – und diese Zigarettenmarke vor allem Kriminellen und Knastis schmeckt. Was dann ja auch wieder einen Bogen zur Knastkunst im Neudeck biegtebrecht. Jedenfalls waren die Bilder dort alle irgendwie zu schön. Alles zu nett. Das Mitmachbildchen, an dem eine Frau mit zigarettenpackungsblauen Haaren werkelte war noch das hübscheste, da nicht so gebügelt oder via Projektion auf die Wände gemalt.

Sofort entbrannte am Freibierstand eine Diskussion, ob Zigaretten Kunst sponsern dürfen oder die Künstler Nutten sind. Schooooon, aber wer ist keine? Was, wenn man einen Galeristen findet, der aber die Bilder dann einem Waffenhändler verkauft? Kommt überhaupt irgendein Geld irgendeines Kunstsammlers aus lauteren, ethisch korrekten Quellen? Wohl eher nicht. Darf man dann überhaupt noch malend Geld verdienen oder muss man seine Bilder nur noch an politisch korrekte Institutionen verschenken? Völlig fertig, in einer tiefen Glaubens- und Schaffenskrise fragen wir uns nun: Darf Kunst überhaupt Geld kosten? Daher freuen wir uns besonders über anarchische echte Undergroundkultur wie die Spaßvögeln, die schwedische Falschmünzen prägten, auf denen “unser Hurenbock von einem König” unter Gustavs Konterfei zu lesen ist. Falschgeld und böseste guerillamäßige Anarchokunst in Einem – das macht Laune!

Foto: Jens Ökvist / Piteåtidningen / Scanpix

Am schönsten im Neudeck waren übrigens die Herumtrudelsessel:

Direkt am nächsten Tag waren wir dann zu etwas geladen, was wir gar nicht verstanden haben. Vorhänge. Vorhänge am Hofgarten. “Introducing – REPLIKA – by Ayzit Bostan and Gerhardt Kellermann: installation behind and in front of the curtains!” Mit Musik des französischen Komponisten Koudlam. Was schreibt man über Vorhänge? Okay: Das Material war so irgendwie duschvorhangmäßig, reagierte aber auf Licht.  Dann noch ein paar Leuchtraketen und fertig war die Performance. Versteh ich nicht. Wollt Ihr denn zu meiner Performance kommen? Ich hatte meine Duschvorhänge in der Waschmaschine und hänge sie heute wieder auf. Musik hab ich auch!

Selbständigen-Rente? Sofort!

Posted Freitag, März 23rd, 2012
Posted in Aktionen, Polemik, in eigener Sache | Kommentare deaktiviert

Als Selbständiger soll man demnächst für seine Rente vorsorgen. Das finden wir unfreiwillig Scheinselbständigen von Blogmunich natürlich besonders prima, so hat der Arbeitgeber keine Kosten und der blöde Dödel von lohnebenkostenfreiem Volldepp zahlt trotzdem brav in die Riester-Schwachsinns-Versicherungen, die Rentenkasse oder sonstwas Tolles ein. Wir fordern: Selbständigen-Rente: Sofort! Denn würden wir selbständigen Blogmunich-ler sofort in Rente gehen dürfen, würden wir nicht mehr den Hasskübel auf arbeitgeberkompatiblen Politikern auskippen, sondern könnten sinnvolle Dinge tun wie

Verkäuferinnen-ABMs bei Zara initiieren (“haben Sie diesen Hut auch in schön?”), mit Sonnebrillen-Anproben bei H & M den Betrieb aufhalten oder einfach im Biergarten sitzen und saufen. Wir haben das schon mal ausprobiert und finden: Das fühlt sich deutlich besser an als Arbeiten oder in die Rentenkasse einzahlen!

Das ist billig. Und EHEC.

Posted Mittwoch, Juni 8th, 2011
Posted in Allgemein, Fotos, Fundstücke, Humor, in eigener Sache | Kommentare deaktiviert

Meine Freunde essen keinen Salat mehr. Und keine Tomaten. Und keine Gurken. Es gibt schließlich schon 22 EHEC-Tote.

Ich habe mich dazu entschlossen:

Nicht mehr ins Krankenhaus zu gehen (25.000 Tote jährlich dank MRSA-Keim alleine in D)

Nicht mehr zu putzen (5500 bei Putzen tödlich verunglückte Hausfrauen jährlich)

Nicht mehr Auto zu fahren (fast 4000 Tote)

Nicht mehr zu arbeiten (208.000 Herzinfarkttote)

Nicht mehr am Kugelschreiber zu lutschen (100 Tote jährlich)

Nicht mehr zu essen (100.000 Diabetestote)

und auch auf Sex muss ich verzichten (2 Tote jährlich)

Eines aber muss gesagt sein. EHEC-Viren beißen sich nicht auf bösen Killergurken oder menschenverachtenden Kamikaze-Tomaten fest, sondern sind ein Produkt der Massentierhaltung (gepaart mit der Pharmaindustrie), und das sagen wir schon seit JAHREN!

http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/ehec-aus-der-massentierhaltung

So.

Nun zum erfreuliche Teil: Isarimpressionen, Strickguerilla, neuer Dresscode im Biergarten, Ficken

Das ist nett von der Stadt München, dass sie bei ihren Sexangeboten auch an die Hartz-IV-Empfänger denkt (gesehen auf dem Streetlife-Festival). Ficken für 2,50!

Kuschelente, Kuschellaternenpfahl, Kuschel- äh nä Bauch halt

Arbeitsalltag  (gesehen unter Robert Hofmanns Fenster in der Metzstraße)

Künstlerin Shakti hat Nachwuchs – wer tauft mit?

Posted Freitag, Mai 27th, 2011
Posted in Humor, Kunst, Literatur/ Lesung, Text, Texte, in eigener Sache | Kommentare deaktiviert

Das blogmunicheigene Huhn Shakti, berühmt und oft interviewt seit der Kunstaktion “angedacht.mai.erdgeschoss.” in der Metzstraße, ist wieder Mutter geworden. Die rigorose Verfechtung ihrer Ein-Küken-Politik stammt aus der Liaison mit einem chinesischen Seidenhahn, der auch der Vater des Kindes ist. Shaktis Aktion am Muttertag 2009, an der blogmunich bzw text-werk-design als Aufbauhelfer tätig war, hatte damals folgenden Hintergrund:

“die idee war, sich doch diesen Scheißmuttertag an den Hut zu stecken.

wir präsentierten ein lebendiges, gerade brütendes Huhn im Käfig. Shakti, Sanskrit für weibliche Urkraft des Universums. der Käfig trug die Aufschrift „Glucke“. Dazu zeigten wir Kati (ohne Käfig), ebenfalls mit dem Etikett „Glucke“ am Hut, an die Mütter im Publikum verteilten wir auch Glucken-Schilder zum an-den-Hut-stecken, die mit Begeisterung angenommen wurden. In Anlehnung an andere F-Eiertage wie den Vatertag bölkten die anwesenden Mütter ein paar Liter Tegernseer in ihre lebensspendenden Körper, sozusagen als klerikales Trank-Opfer im Rahmen eines anti-Fruchtbarkeitsrituals. Als nun Robert Hofmann die Idee an uns herantrug, Tier-Eventkunst bei ihm im Fenster zu zeigen, diskutierten wir lange mit den Hühnern darüber. Die anderen Hühner besuchten damals diverse Bildhauerkurse, planten außerdem ein Eier-Happening für die Documenta und wollten sich nicht mehr auf das billige Rollenklischee der Glucke festlegen lassen. Shakti aber sagte trotz ihres Mutterschaftsurlaubs zu.

Das Resultat des Gluckenstadiums von Shakti kam übrigens  am Todestag von Michael Jackson zu Welt und wurde in dessen Angedenken „Jacko“ getauft. obwohl es – im Gegensatz zu diesem – schwarz war.”

Jacko:

Das Neue:

Namensideen werden gerne entgegen genommen.

Post 2:

Donnerstag in der Redaktion in der Arabellastraße. Die neue Cosmopolitan ist da und auf ihr ein Satz “Glückskarten”. Nach langem Zieren ziehe ich endlich doch eine. Ich habe es befürchtet: “Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und schreiben Sie ein Gedicht mit den Worten “WAFFEL, EIS, SONNE und LÄCHELN”.

Wohlan:

Westerwelle, kalt wie EIS, lügt wie gedruckt und red’ nur Scheiß.

Westerwelle, blöder Affel, Mann, gehst du mir auf die WAFFEL!

Die Glückskarten wirken, mir geht es schon viel besser! Weiter also:

SONNE brennt, schwitz wie ein Schwein, Schweiß läuft ins Dekolleté  hinein,

Hunde dürsten, japsen hecheln, grinsen sabbernd ZahnfleischLÄCHELN

Ha! So gut gings mir doch schon lang nicht mehr!  Die nächste Übung wird fürmmich sein: Ein Liebesgedicht mit den Worten: Gruft, Aas, Leiche und Grausamkeit zu verfassen. Bald auf diesem Blog!


Montag, 14. März 2011 um 19h am Stachus, München.
Demo gegen Atomkraft & Schweigeminute um der Opfer in Japan zu gedenken.
Als Sprecher auf der Bühne werden bisher erwartet:
Dieter Janecek, Landesvorsitzender Bayern Bündnis 90/Die Grünen
Britta Coy, Vorstandsmitglied Green City e.V.
Sabine Bock, WECF
Ludwig Wörner, politischer Sprecher der SPD des bayrischen Landtags


Bevor die Maikäfersiedlung, die erste Sozialwohnungsiedlung Münchens, mit ihren süßen kleinen Gärtchen völlig dem Erdboden gleichgemacht wird, um dann als depressionsbraune Kackhaussiedlung eine neue Karriere als sozialer Brennpunkt zu erleben, wird HEUTE nochmal gefeiert

(Einladung ganz unten)

VORHER:

NACHHER:

Anklicken, dann wird’s groß.

Passend zum Thema Afterprayparty: Hier in Bild von mir und Gott

Posted Montag, Februar 7th, 2011
Tags:
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Karel natürlich

Wir sind da!

Posted Mittwoch, März 3rd, 2010
Blogmunich (Müniiik, nicht Mjunik) ist da! Blogerinnen aus Journaille, Werbung und Kultur, die das unmöglich scheinende Unterfangen gestartet haben, München ins rechte Metropolenlicht zu rücken. München wird aufpoliert! Die Zeiten als schnarchsackiges Dorf voller labtoppender Lederhosenjodler sind vorbei! Wir zeigen die coolen Seiten der Stadt, verrückte Streetstyles, wahnwitzige Clubs, abgefahrene Künstler, international kompatible Bands und die heißesten Designer aus der Stadt mit den Zwiebel-Twintowers! Blogmunich: Unbestechlich, ungerecht und garantiert subjektiv! (kati)