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subjektiv und ungerecht

Archive for the ‘Kunst’ Category

Künstlerin Shakti hat Nachwuchs – wer tauft mit?

Posted Freitag, Mai 27th, 2011
Posted in Humor, Kunst, Literatur/ Lesung, Text, Texte, in eigener Sache | Kommentare deaktiviert

Das blogmunicheigene Huhn Shakti, berühmt und oft interviewt seit der Kunstaktion “angedacht.mai.erdgeschoss.” in der Metzstraße, ist wieder Mutter geworden. Die rigorose Verfechtung ihrer Ein-Küken-Politik stammt aus der Liaison mit einem chinesischen Seidenhahn, der auch der Vater des Kindes ist. Shaktis Aktion am Muttertag 2009, an der blogmunich bzw text-werk-design als Aufbauhelfer tätig war, hatte damals folgenden Hintergrund:

“die idee war, sich doch diesen Scheißmuttertag an den Hut zu stecken.

wir präsentierten ein lebendiges, gerade brütendes Huhn im Käfig. Shakti, Sanskrit für weibliche Urkraft des Universums. der Käfig trug die Aufschrift „Glucke“. Dazu zeigten wir Kati (ohne Käfig), ebenfalls mit dem Etikett „Glucke“ am Hut, an die Mütter im Publikum verteilten wir auch Glucken-Schilder zum an-den-Hut-stecken, die mit Begeisterung angenommen wurden. In Anlehnung an andere F-Eiertage wie den Vatertag bölkten die anwesenden Mütter ein paar Liter Tegernseer in ihre lebensspendenden Körper, sozusagen als klerikales Trank-Opfer im Rahmen eines anti-Fruchtbarkeitsrituals. Als nun Robert Hofmann die Idee an uns herantrug, Tier-Eventkunst bei ihm im Fenster zu zeigen, diskutierten wir lange mit den Hühnern darüber. Die anderen Hühner besuchten damals diverse Bildhauerkurse, planten außerdem ein Eier-Happening für die Documenta und wollten sich nicht mehr auf das billige Rollenklischee der Glucke festlegen lassen. Shakti aber sagte trotz ihres Mutterschaftsurlaubs zu.

Das Resultat des Gluckenstadiums von Shakti kam übrigens  am Todestag von Michael Jackson zu Welt und wurde in dessen Angedenken „Jacko“ getauft. obwohl es – im Gegensatz zu diesem – schwarz war.”

Jacko:

Das Neue:

Namensideen werden gerne entgegen genommen.

Post 2:

Donnerstag in der Redaktion in der Arabellastraße. Die neue Cosmopolitan ist da und auf ihr ein Satz “Glückskarten”. Nach langem Zieren ziehe ich endlich doch eine. Ich habe es befürchtet: “Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und schreiben Sie ein Gedicht mit den Worten “WAFFEL, EIS, SONNE und LÄCHELN”.

Wohlan:

Westerwelle, kalt wie EIS, lügt wie gedruckt und red’ nur Scheiß.

Westerwelle, blöder Affel, Mann, gehst du mir auf die WAFFEL!

Die Glückskarten wirken, mir geht es schon viel besser! Weiter also:

SONNE brennt, schwitz wie ein Schwein, Schweiß läuft ins Dekolleté  hinein,

Hunde dürsten, japsen hecheln, grinsen sabbernd ZahnfleischLÄCHELN

Ha! So gut gings mir doch schon lang nicht mehr!  Die nächste Übung wird fürmmich sein: Ein Liebesgedicht mit den Worten: Gruft, Aas, Leiche und Grausamkeit zu verfassen. Bald auf diesem Blog!


Der April musste blogmäßig ausfallen, da sich Blogmüniiik auf Forschungsreise nach Vietnam begeben hatte. Thema: BBB – Beach, Buddha & Bier. Erstaunliche Parallelitäten taten sich da auf!

Beispielsweise das vietnamesische Wort für Fassbier: BIA HOI. Bia hoi! Das klingt schwer nach bajuwarischem Imperativ. Auch Kurzsätze wie “Lang nei”, “Mei Gweih” oder “Ja Mei” waren in Saigon zu hören, allerdings konnten wir nie herausfinden, was sie bedeuten. Buddha hin, Buddha her, auch die gepflegte Vietnamesin haut sich scheinbar ab und zu gerne einen hinter die Binde…

Eine weitere Parallelität: Stickbilder. Aber die können wir besser! Wir sind Stickpapst. Bzw. die wundervolle Künstlerin Victoria Martini. Diese feierte in der brandneuen Galerie Artischocke am Freitag, den 13. Mai Vernissage. Und während in Vietnam die Nadeln für die schauerlichsten Varianten diverser noch schauerlicherer Themen heißgestickt werden, beispielsweise DAS:

erfreut uns Frau Martini mit einem witzigen Mix aus feinem bis ironischem Kunstsinn und filigraner Handwerkskunst.

Das sieht dann so aus:

oder so

oder auch so:

Die neue Galerie Artischocke und die Künstlerin Victoria Martini selbst sehen übrigens SO aus:

(in blau, in der Mitte). Die Vernissage danach, Stefan Haas in unserer neuen Lieblingskult(ur)stätte, dem Salon Irkutsk – war irgendwie nicht zu sehen. Die Bilder waren so klitzeklein, dass der Künstler selbst seinen Gästen die mikroskopisch kleinen Comics mit der Taschenlampe zeigen musste. Aber der Salon war – wie immer – angenehm, klasse, schön, lustig, feinsinnig, bierselig, abstürzig.

Schulterzerrung nach der Ausstellung

Posted Dienstag, März 1st, 2011

Das nennt man Einsatz: Bei der ziemlich kunstfreien aber sehr lustigen Ausstellung “Move” zeigte das Team Blogmüniik vollen Körpereinsatz, was zu einem montäglichen Besuch beim Orthopäden führte. Versüßt wurde der Schmerz lediglich durch die traumhafte mailnesische? Maliische? Malischer klingt so blöd. Naja Musiker aus Mali halt, Bassekou Kouyaté mit seiner gnadenlos synchronen Kapelle Ngoni Ba im Ampere, die vor der Jallaparty aufspielten. Bassekou gniedelt seine Ngoni, eine Art Käseschachtel mit Besenstiel, wie einst Jimi Hendrix seine Gitarre, und dass er 2008 den BBC Music World Award gewann, hat er mehr als verdient!

die klaustrophobischen Wände

... nur einer kam durch....

Miss Blogmunich junior in Action

Bassekou Kouyaté mit seiner gnadenlos synchronen Kapelle Ngoni Ba

Die Einladung zu einer “Kunstausstellung” und der Markenname Worte Lumas (“Kunst für Jedermann”) sind eigentlich zwei Vokabeln, die nicht wirklich in einen Satz gehören. Trotzdem ist es auffällig, wie schön Dekoratives sein kann. Die geraunten Worte eines Nachbarn – “Sekretärinnenkunst”! Das Sujet seiner Geringschätzung: Die Mosaikbilder von Anna Halm-Schudel und ihre endlosen, auf schwyzerdytsch vorgetragenen Auslassungen, dass ihre Bilder doch weit mehr seien, als nur das Durchlaufenlassen eines Computerprogramms. Die Zuschauer – es waren UNZÄHLIGE – habe ihr geglaubt und ihr die Drucke für bis zu über 1000 € aus der Hand gerissen. Seufz.
Viel schöner, zwar auch mit Sekretärinnen, dafür aber auch mit tausenderlei anderer Frauen bestückt, zeigte sich der Jalla-Abend im Völkerkundemuseum. Schon um 22:00 war es so bumsvoll, dass zeitweise die Türen geschlossen werden mussten – selbst für Dreiergrüppchen schöner junger Damen. Der brillant gemischte Ethnomix von Rupen und Dimitri, die beide stets gut gelaunt hinter dem Pult zu ihrer eigenen Musik tanzen, kommt so gut an, dass sich unter dem Publikum ein Großteil Frauen bewegt. Und das sehr anmutig. Die Frauequote gilt bekanntermaßen als Geigerzähler für die Qualität einer Location, denn je testosterongeschwängerter und hirnfreier ein Party-Areal, desto frauenfreier, das kennt man ja von HipHop-Konzerten Deutscher Jungkombinate. Und so freuen wir uns am Samstag, den 26.Februar. auf die Releaseparty der Czardas-EP im Ampere, am 7. März auf die Party ebendort. Jalla!

Besucherin bei Lumas

"Die Bilder, naja, aber das Augustiner ist prima!"

"Die Bilder, naja, aber das Augustiner ist prima!"

Jalla

Megastimmung - 80 % Frauen

Viel zu spät, viel zu spät! Aber doch:

Es war wieder SUPERTOLL in der Wiedefabrik! Danke Herr Wiede und all die wunderbaren Künstler und Musiker! Am Besten wie immer die witzigen Arbeiten von Frank Schulz, aber auch die extrem lustigen Bilder von Carl-H1 Daxl, die Traumwelten in den Miniaturen von Elli Hurst, die eindrucksvollen mehrschichtigen Arbeiten von Claudia Grögler und das verrückte Zusammenspiel von Raum (altes Gaswerk) und den weiten, ruhigen Landschaftsbildern von Valeska von Brase. Und das Zusammenspiel von Anton Groiss Grünem Veltliner mit meinem Sprachzentrum….

Daxls Universum:

Und die Party beim Milan Mihailovic:

Dienstag, 15.2.: Die neue Literaturshow Lit-Night in Holger Strombergs KUTCHiiN mit
Dominik Prantl und Jochen Temsch (“Reisebuch”, SZ), Chin Meyer (“Ohne Miese durch die Krise”) und Rita Falk (“Winterkartoffelknödel”) um 20 Uhr. (Balanstr. 72, Haus 32)

Mittwoch, 16.2.: Entspannen und Essen bei wunderschöner griechischer Livemusik im Restaurant Nefeli, Berger-Kreuz-Str. 26: Da werden Erinnerungen ans alte Kytaro wach, nur dass die Küche deutlich besser ist!

Donnerstag, 17.2.: Klassik im Club, und zwar im Bob Bearman, Gabelsbergerstr. 4. mit Julia Barthel (Viola) und José Gallardo (Klavier), dj: dan-thanh.
OOOOOOder in der Jazzbar Vogler die Lesung von Tobias Haberl: “Wie ich mal rot wurde” über seinen spektakulären, gefährlichen, durch nichts an Tapferkeit zu überbietenden Selbstversuch, aktives Mitglied der Partei DIE LINKE zu sein. Und das nicht nur eine Stunde, meine Damen und Herren, nein, ein ganzes JAHR lang. Wie er das überlebte? Wir werden es erfahren. Michaela Schwab spült das Entsetzen danach mit ihrem flüssigen Klavierspiel und wir mit ein paar Halben weg.

Freitag, 18.2.: Kunstaustellung: Move. Kunst und Tanz seit den 60ern
Haus der Kunst,von 10 bis 20:00 Uhr. Ich freu mich schon aufs Kraxeln und Gorillakostüm anziehen und Leute verhauen!

Samssssag – hick – finess sspirit, whissgi and barfessssival in der sständlerstr. 20 im MVV-Mussseum – Prosssd

Wahr ist, dass ich schon längst mal wieder zur Darmkrebsvorsorge müsste. Falsch ist, dass dieses Thema besonders sexy ist. Wahr ist, dass ich trotzdem hin muss.
Falsch ist, dass im Wartezimmer das prickelnd geschriebene Branchenblatt der Proktologen, das „Deutsche Ärscheblatt“ darauf wartet, von mir gelesen zu werden. Schade eigentlich.
Wem es aber wie mir geht und wer bei dem unleidlichen Thema trotzdem auf Schöneres blicken will denn auf die unappetitlichen Abbildungen des eigenen Enddarms, der könnte sich einen Termin in der privatärztlichen Praxis von Werner Ponton geben lassen, der „Proktologie am Marienplatz“ – Mann, das kostet mich wirklich Überwindung, alleine das Wort „Proktologie“ zu schreiben, erst Recht im Zusammenhang mit den schönen Künsten: Dort nämlich stellt die Künstlerin Margot Müller-Kreibich ihre ästhetischen Bilder, Paravents und Porzellanstückchen aus. Zur Vernissage am Samstag unterhielt man sich über alles, nur nicht darüber, was das Untersuchungsgebiet des Proktologen, also der DARM, nach einigen Stunden der PASSAGE, so aus den leckeren Plätzchen fermentiert hat, die man gereicht bekam. Unsexy Thema. Sag ich doch.

Christoph Göpners Zauber-Bilder (siehe Blogeintrag weiter unten) mit Konzert vom wundervollen Götz-Grünberg-Jazztrio (Chapeau!).
Danach Phonografenfest in der Kantine des Kaufrings am Ostbahnhof (das erste Mal seit 30 Jahren Partygehen, dass ich den Altersschnitt GESENKT habe!). So, das waren drei Tage, sechs Veranstaltungen. Brutal! Heute: Rekonvaleszent, Antrag an die Betty-Ford-Klinik wegen sofortiger Aufnahme, geistiger Flatliner, Tatort scheint zu intellektuell… blabla blörp gaglglgagl…

Goethestr. 30: Das Bahnhofsviertel boomt, boom-boomt, platzt aus den Nähten und dehnt sich kulturell und bedeutungsmäßig aus.
Hier aber atmete man köstliche Stille, klerikale Konzentriertheit und zarte Bescheidenheit. Schön war’s, ruhig und lauschig, das einzige Konzert außerhalb des E-Musik-Bereichs, auf dem die Gäste flüstern…
Dank für das Foto, Hans: mit Gaststar Ferdl vom NoMiYa (r.)
(Foto und Copyright: Hans Lauer, hans.lauer@paparazzi-records.de

Lesung des Blumenbarverlags mit der wunderbaren Jasmin Ramadan aus Hamburg (FX Karl hatten wir leider versäumt) und Franz Dobler – viele Lacher, gelöste Stimmung. Die Blumenbar glänzte matt im selbst gewählte Understatement, ihre Gäste – allesamt mit Intelektuelleninsignien wie Bart, Schlabberirgendwas und Schals verziert, schimmerten mit: