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Blogmunich

subjektiv und ungerecht

Archive for the ‘Aktionen’ Category

Selbständigen-Rente? Sofort!

Posted Freitag, März 23rd, 2012
Posted in Aktionen, Polemik, in eigener Sache | Kommentare deaktiviert

Als Selbständiger soll man demnächst für seine Rente vorsorgen. Das finden wir unfreiwillig Scheinselbständigen von Blogmunich natürlich besonders prima, so hat der Arbeitgeber keine Kosten und der blöde Dödel von lohnebenkostenfreiem Volldepp zahlt trotzdem brav in die Riester-Schwachsinns-Versicherungen, die Rentenkasse oder sonstwas Tolles ein. Wir fordern: Selbständigen-Rente: Sofort! Denn würden wir selbständigen Blogmunich-ler sofort in Rente gehen dürfen, würden wir nicht mehr den Hasskübel auf arbeitgeberkompatiblen Politikern auskippen, sondern könnten sinnvolle Dinge tun wie

Verkäuferinnen-ABMs bei Zara initiieren (“haben Sie diesen Hut auch in schön?”), mit Sonnebrillen-Anproben bei H & M den Betrieb aufhalten oder einfach im Biergarten sitzen und saufen. Wir haben das schon mal ausprobiert und finden: Das fühlt sich deutlich besser an als Arbeiten oder in die Rentenkasse einzahlen!

Nur noch bis heute: A Clowns Illusion

Posted Donnerstag, Januar 19th, 2012
Posted in Aktionen, Kunst, Locations, Münchentrend, Party | Kommentare deaktiviert

Gerade da, wo wir im letzten Post aufgehört haben, nämlich ob Illustration/ Comic/ Werbung auch Kunst ist, setzen wir hier wieder an. Zuerst aber MUSS gesagt werden, dass das Zusammenspiel von Illusion, Illustration, musikalischer Diktion und Installation “A Clowns Illusion” bei Familie Blogmunich zur unbedingten Enthusiation geführt hat. Bilder (Illustrationen?) von Ferdalita, Video-Installationen von Capsolé und die leise Melancholie des Singer/Songwriters Antun Opic, der live dazu aufklampft, setzten einen sofortigen Relaxreflex in Gang. Flirrende Bilderrahmen, zwinkernde Portraits, Omaschränke mit Projektionsscheiben, der Minifriedhof und und eine Himmel-Hölle-Erde-Landschaft, in die man sich selbst hineinbeamen kann, löste – entspannte – Begeisterungsstürme in unsern infantilen Herzen aus.

Zwei Münchener im Himmel

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Ob Kinderbuchillustratorin Fedralita aus Wien, deren Portfolio zweifelsfrei imposant ist, hier Kunst oder Illustration ausstellt, beschäftigte uns den Rest des Abends –  den man gelockert (und rauchend) bei Bier und Longdrinks an der Babel-Bar ausklingen lassen kann.

Wir fanden: Technik: Eins, setzen. Aaaaber zu oft erinnern Fedralita-Bilder wie das:

zu sehr an 503er Pierrotschrott:

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Oder das:

an die Gmunder Keramik der 50er:

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Oder ihre Indianerromantik an die 80er-Stretchhosenträger-Buden-Deko:.

Trotzdem: Das Zusammenspiel ist UNBEDINGT sehens- und empfehlenswert, sogar – oder besonders – Kinder werden daran ihre Freude haben. Heute, 19.1.2012 bis 22:00 Uhr, Freitag, 20.1.2012

Danke, Titanic! Wieder mal auf den Knien gelegen!

Posted Freitag, November 25th, 2011
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Werbung des Tages

Posted Donnerstag, Oktober 13th, 2011
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Ich mag meinen Jäger, weil er dem Wild über die Notzeit hilft….

… damit er uns in der Saison wieder abballern kann

Hunde- und Kindererziehung in München

Posted Montag, Juli 11th, 2011
Posted in Aktionen, Allgemein, Münchentrend, Polemik | Kommentare deaktiviert

Vor circa zehn Jahren begann das Phänomen in München. Inzwischen machte es auch als neue Berliner Hassgruppe “knochig, blond, Mutter” in der Literatur wie in Feuilletons die Runde (z.B. “Carlottas Spaß” von Ulrike Draesner). Mütter, die ihr finanziell gesichertes Muttersein zwischen Bioladen und Fitnessstudio als hehren, hohen, kostbaren Auftrag begreifen, der sie in einer Art diplomatischer Immunität vor eventuellem Einfädeln in derzeit gültige moralische Regelwerke schützt. Wobei diplomatisch hier das falsche Wort ist. Mütter, die es stört, wenn SIE mit ihren sportlichen Kinderwagen zum Preis eines Mitteklasseautos DIR in die Hacken fahren.

Mütter, die quasi von Gottes Gnaden darüber erhaben sind, wenn ihre Kinder dem Nachwuchs anderer die Sandschaufel über den Schädel ziehen, sie von der Schaukel schubsen oder beinfach nicht mehr vom unteren Ende einer gut besuchten Rutsche weichen wollen. Väter, die dazu “süüüüß” sagen und es “dufte” finden, dass die Kleinen zwischen Chinesischkurs und Geigenunterricht noch so viel Zeit finden, andere Kinder zu terrorisieren. “Durchsetzen” nennen sie es.

Erzeuger, die sich erst missgelaunt zu einer Reaktion hinreißen lassen, wenn  sie andere Eltern mehrmals darauf hinwiesen, dass schon der halbe Spielplatz Platzwunden hat und sie ihrem Kind doch endlich den Baseballschläger wegnehmen sollen. Folgendes bekommt man dann passiv zu hören: “Jakob (Lara, Sarah, Tobias, Luca, Alexander, Isabella Aurelia, Freija Aline, Torge Manus, Juna, Lotte Sofie, Emma Soley, Arjen, Pia Philine, Benjamin-Leon,  Lena Marie, Noelani) wir haben doch gestern lange darüber diskutiert, dass wir es gar nicht schön finden, wenn du andere Kinder haust!” Pia/ Philine/ Jakob, meist zwei Jahre alt und dem Satz alleine semantisch nicht gewachsen, schaut entsetzt, weint bei Bedarf und schlägt nach ca. fünf Minuten munter weiter.

Aber es wird noch besser! Da ja gerade in München immer weniger blonde dürre Frauen oder Männer unter 55 Jahren Kinder bekommen, kaufen sie sich jetzt Hunde. Es gibt so viele Hunde in München wie nie zuvor. Sie heißen Jakob, Lara, Sarah, Tobias, Luca oder Pia, bekommen Biofleisch aus Schweden und den Platz in Frauchens/Herrchens Bett und Herzen, der an sich für ein Kind gedacht war. Sie terrorisieren völlig erziehungsfrei die Spielplätze, Parks und öffentliche Wiesen wie früher ihre kindlichen Vorgänger und hinterlassen stinkende Würste, die bisher noch sehr wenige ihrer Mamis/Papis wirklich entsorgen (in Schwabing bleibt fast immer die Wurst IN der Tüte liegen). Dazu erfreuen sie die komplette Länge der Isar in München mit andauerndem, nervenzerfetzendem, hundehassevozierendem, Ruhe unmöglich machendem Dauergekläffe und -Gebelle, das so viel heißt wie “Schmeiß mir den Stock in das Wasser”, was aber dank Desinteresse oder Dauergequatsche der Hundemamis/-papis nicht erhört wird. “Mein Hund wird gewaltfrei erzogen” heißt es dann.

Folgendes bekamen wir gestern (passiv) zu hören (Mensch an Hund): “Tobias, wir haben doch gestern lange und ausführlich darüber diskutiert. Ich möchte nicht, dass du dauernd bellst.” Tobias hat ungefähr ebenso viel  verstanden wie der menschliche Namensvetter vor zehn Jahren und er bellt begeistert weiter. Zwischenzeitlich schüttelt er sich lange, stinkend und ausgiebig vor unserem Liegeplatz, klaut dem Nachbarn zur Linken sein Pausenbrot und legt sich auf das Handtuch eines weiteren Badenden. Lächelnd und stolz schaut sein Frauchen/Herrchen ihm zu, im sicheren Wissen, dass wir den Schützling alle so liebreizend und fantastisch finden, wie sie selbst. Bald schon sind fünf oder sechs kläffende, schüttelnde, dauerbellende, geduldszermürbende, schreikrampferzeugende, nervenkrisenbewirkende, hundefängeralstraumberufscheinenlassende, mordfantasienhervorbeschwörende………

Egoismus statt Altruismus! Zu diesem Thema – bald an dieser Stelle – Weitere News über Münchener Fahrradfahrer, Autofahrer, Türvordernasezuschlager, Flaschenzerschmeißer und anderes “gewaltfrei erzogenes” Gewürm.

Montag, 14. März 2011 um 19h am Stachus, München.
Demo gegen Atomkraft & Schweigeminute um der Opfer in Japan zu gedenken.
Als Sprecher auf der Bühne werden bisher erwartet:
Dieter Janecek, Landesvorsitzender Bayern Bündnis 90/Die Grünen
Britta Coy, Vorstandsmitglied Green City e.V.
Sabine Bock, WECF
Ludwig Wörner, politischer Sprecher der SPD des bayrischen Landtags


Viel zu spät, viel zu spät! Aber doch:

Es war wieder SUPERTOLL in der Wiedefabrik! Danke Herr Wiede und all die wunderbaren Künstler und Musiker! Am Besten wie immer die witzigen Arbeiten von Frank Schulz, aber auch die extrem lustigen Bilder von Carl-H1 Daxl, die Traumwelten in den Miniaturen von Elli Hurst, die eindrucksvollen mehrschichtigen Arbeiten von Claudia Grögler und das verrückte Zusammenspiel von Raum (altes Gaswerk) und den weiten, ruhigen Landschaftsbildern von Valeska von Brase. Und das Zusammenspiel von Anton Groiss Grünem Veltliner mit meinem Sprachzentrum….

Daxls Universum:

Und die Party beim Milan Mihailovic:

Dienstag, 15.2.: Die neue Literaturshow Lit-Night in Holger Strombergs KUTCHiiN mit
Dominik Prantl und Jochen Temsch (“Reisebuch”, SZ), Chin Meyer (“Ohne Miese durch die Krise”) und Rita Falk (“Winterkartoffelknödel”) um 20 Uhr. (Balanstr. 72, Haus 32)

Mittwoch, 16.2.: Entspannen und Essen bei wunderschöner griechischer Livemusik im Restaurant Nefeli, Berger-Kreuz-Str. 26: Da werden Erinnerungen ans alte Kytaro wach, nur dass die Küche deutlich besser ist!

Donnerstag, 17.2.: Klassik im Club, und zwar im Bob Bearman, Gabelsbergerstr. 4. mit Julia Barthel (Viola) und José Gallardo (Klavier), dj: dan-thanh.
OOOOOOder in der Jazzbar Vogler die Lesung von Tobias Haberl: “Wie ich mal rot wurde” über seinen spektakulären, gefährlichen, durch nichts an Tapferkeit zu überbietenden Selbstversuch, aktives Mitglied der Partei DIE LINKE zu sein. Und das nicht nur eine Stunde, meine Damen und Herren, nein, ein ganzes JAHR lang. Wie er das überlebte? Wir werden es erfahren. Michaela Schwab spült das Entsetzen danach mit ihrem flüssigen Klavierspiel und wir mit ein paar Halben weg.

Freitag, 18.2.: Kunstaustellung: Move. Kunst und Tanz seit den 60ern
Haus der Kunst,von 10 bis 20:00 Uhr. Ich freu mich schon aufs Kraxeln und Gorillakostüm anziehen und Leute verhauen!

Samssssag – hick – finess sspirit, whissgi and barfessssival in der sständlerstr. 20 im MVV-Mussseum – Prosssd

Fundstück der Woche

Posted Montag, Januar 10th, 2011

… und zu Ostern gibt’s auch Lego!

Danke Christian Caruso!

Donnerstag 18.11., Annapril: Vernissage des Künstlers Tom Schmelzer. Humorvolle Exponate z.B: “martin creed for the poor”: Eine Lampe, die an und ausgeht und die laut Künstler 5,99 € im Baumakrt gekostet hat, blinkert als Reminiszenz an den Künstler Martin Creed. Der bekam für einen Raum, in dem nichts passierte, außer dass dort auch eine Lampe an- und ausging, den renommiertesten aller Preise, den Turner-Preis nämlich. Wie man dem TItel des Schmelzer-Werks entnehmen darf, dürfte ihm dieser Preis enorm gestunken haben. Schmelzer ist – das muss man erst einmal zusammenbekommen – auch noch studierter Arzt mit Dr.-TItel, Industriekaufmann, studierter Philisoph und er arbeitet als Werbetexter. Seine Werke sind deshalb so vieldimensional wie er, sich windende Gummiwürmer mit Elektromotor, Malerei, Bilder auf Glas, Skulpturen oder die silbernen, in der Luft schwebenden Ballons zeigen ihn als deutlich vielseitigeren Künstler, als viele seiner preistragenden Kollegen.

Der Künstler (r.) und sein Bildschönredner (Lieblingsworte: Vanitas, Fallhöhe) Sigi Bucher (l.) von Annapril e.V.:

“after all i’m still confused but on a higher level” – sagten wir schon, dass der Mann Werbetexter ist?

und hier:

Bling bling Martin Creed go home!

Die wunderbaren Zauberbilder, unter denen wir hier von Blogmunich im gemeinsamen Atelier “Sonnendeck” in der Neureutherstraße 19 stets hochinspiriert arbeiten dürfen, werden aus unseren Herzen oder zumindest Blicken gerissen! Verlust! Schmerz! Analer Charakter!
Wenigstens reisen sie nicht weit, sondern nur bis zum coolsten Optiker der Stadt, Martin Bussmann nämlich, nebenberuflich langmähniger Gitarrero der Hamperer, weil der sie auch mal gerne in seiner Nähe hätte. Verständlicherweise. Und weil die überdimensionierten Leinwände, Dibond-Flächen und die Brillen, mit denen man die Bilder noch besser sehen kann, und Göpners surrealistisch-humoristische Phantasiewelten gar so schön sind, das Wetter dafür aber so beschissen, basteln Göpner und Bussmann eine zünftige Hüttenparty um den Optik-Genuss herum. Wird bestimmt lustig! Brettljause, Glühwein, Holz und VW-Bus vor der Hüttn…. 20.11.2010,18:00 – 21:00 h, Diefenbachstr. 47 in Solln, bei nina@sonnendeck.fm anmelden.

Und hier die Vorab-Rezi von BIldschönrednerin und Schwafelweltmeisterin Kati Hofacker

Der Künstler Christoph Göpner und seine Sonnendeck-Bilder

Zeichnung, Malerei, Öl, Aquarell und Acryl, Grafik, Objekte und Konzeptkunst: Der vielseitige Künstler und Grafiker Christoph Göpner (42) hat in mancherlei Genres geglänzt. Seit 2009 ist er bei einem Kunstsektor gelandet, den man als „Münchener Schule des Fantastischen Pragmatismus“ bezeichnen könnte:
Freudsche, bildgewaltige Traum- und Albtraumwelten werden humorvoll aufgebrochen durch paradoxe Bezüge zu sachlichen Gegenständen des materiellen Alltags. Ein versenkter VW-Bus blubbert in einer irreal wabernden Tiefseewelt. Derselbe Bus schwebt an einer an Jules Verne erinnernden, technoid-nostalgischen und detailverliebten Technikvision eines Zeppelins.
Es ist die subversive Distanz zum Dasein, das Spiel zwischen Realismus und Surrealismus und die Ambivalenz zwischen ursprünglicher Natur und Digitalwelt 2.0, die Göpners Gemälde und Drucke so eindrucksvoll machen. Bis hinein in die materielle Umsetzung zieht sich diese Kunst gewordene „Paradoxe Intervention“ : klassische, analoge und nach Wachs duftende Holzrahmen und Leinwand treffen auf Computeranimation und Dibond.
Göpners evidente Umsetzung seiner durch die Linse des Romantikers, des Kenners kulturepochaler Sichtweisen beobachteten Natur- und Gesellschafts-Erscheinungen zeigen ihn als Wandelnden in beiderlei Bedeutung: Als Wandelnder, als einfühlsamer Spaziergänger zwischen Natur und Fantasie. Und als Ver-Wandelnder, als ein Neugestalter seiner zusammengetragenen Eindrücke und Fundsstücke aus Setzkästen, Sammelalben, Herbarien, Bildatlanten und alten Landkarten. Göpner ist ein Architekt der Träume, der kleinen Fluchten, die den genüsslich betrachtenden Schlafwandler mittels augenzwinkernder, zweideutiger Hinweise zurück ins Hier und Jetzt bugsieren. Stets ist man sich in seinen sinnlichen, verzauberten und überbordend ausgestatteten Naturbildern des Strands unter dem Pflaster bewusst, des rhizomierenden utopischen Wuzelgewebes hinter und unter der Realität und dem Bewusstsein.
Leider haben die Worte „Fallhöhe“ und „Vergänglichkeit“, die in jede anständige Kunstrezension gehören, hier keine Verwendung gefunden. Hier fällt keiner. Hier schwebt man. Gänzlich unvergänglich, ewig, ein Teil der Natur, des Universums.
Das nächsten Mal wieder.

(Vorab-Rezension der Ausstellung am 20.11.2010 von kati hofacker in www.blogmunich.net)