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Blogmunich

subjektiv und ungerecht

Archive for the ‘Text’ Category

Das Leben im Schnelldurchlauf…

Posted Sonntag, September 23rd, 2012
Posted in Bücher, Design, Fotos, Fundstücke, Kunst, Literatur/ Lesung, Locations, Style, Text, Texte | Kommentare deaktiviert

Was sonst noch so passiert ist…

Blogmunich testet den neuen Drive-In-Schalter der Postbank in der Sparkassenstraße – echt dufte!

Blogmunich – immer auf der Suche nach neuen Werbe-Ideen – kürt die beschissenste Kampagne Italiens (“Das Böse!!!”)

Blogmunich auf den Spuren des Sprayers  ”Der schwarze Manns von Padua”

Blogmunich schnüffelt trendnasig herum – die  Strandmodenschau in Caorle

1.8. Demo, Samba und Bauchtanz vor dem Toren der Waffenfabrik Krauss-Maffei

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.mahnwache-friedensdemo-in-allach-protest-gegen-panzer-deal.256b00c8-7394-4e09-886e-eafef9d1ab45.html

1.8. Wanderbaumallee – Bäume und Gaukler auf ihrer der Reise durch München

3.8.: Buddhistische Weihfeier am Brunnen vom Roider-Jackl mit Opfergaben aus Hopfen und Malz

13.8. Lesung der wundervollen schwedischen Australierin oder auch australischen Schwedin Linda Olsson (“Die Fremde am Meer”) mitten im Englischen Garten – klasse Idee!

Die letzten Paradiese: Blogmunich testet den Biergarten “Zur Freiheit”  und das Open-Air-Kino (Mai bis 12.9.2012) im Viehhof. Der bestimmt bald einem hässlichen Klotz aus  - lasst uns raten – hmmmm hmmmm – Glas und Stahl? Beton und Glas? Beton und Stahl und Glas? –  weichen muss…

Wies’n-Resümee – und Spiegelparade

Posted Dienstag, Oktober 4th, 2011
Posted in Alkohol, Münchentrend, Text, Völkerverständigung | Kommentare deaktiviert

Nach der urlaubs- und stressbedingten Wies’npause meldet sich Blogmunich wieder zurück. Mitten im bierseligen, jodeldödeligen, uringetränkten und torkelnden  Wiesntaumel wurde man als  Münchener dieses Jahr von einer tsunamiesken, eruptiven Wuchtwelle der Deppentrachten erwischt, die aus idiotischen Halstücherln „ohans, zwoha, droha, gesuffer!“ brüllten, dass es aber so was von gar keinen Spaß mehr machte. Heute übrigens schlichen in der U-Bahn noch einige Menschen in Tracht einher, blass, hohläugig, im vergeblichen Versuch, sich daran zu erinnern, wo sie übernachtet haben.

Wenigstens war es schön, dass die Nuttendirndl, Schnöselhöserl, Karohemderl, Lui-Vittn-Tascherl der Bauderndotscherln aus Preußien, die Hey-Baby-Lolitas, denen die Tragweite ihrer Hütten-Holzschau leider nicht bewusst ist, bis sie die Griffel irgendeines Strotzbesoffenen Vollkotzis im Dekolletee kleben haben, gut dass all diesen Ärgernissen des echten Münchener Wiesngängers die fast schon beschauliche Tümelei der Oidn Wiesn so rein gar nichts vermittelt! Weil man dort weder auf den Bänken „Joana“ tanzt und das schon gar nicht in streichholzkurzen Leder-Hot-Pants, sondern in echten Trachten echte Paartänze, die teils so konzentriert und wirken aussehen, wie sonst nur der Tango!

Blogmunich plädiert dafür, das was derzeit „Wies’n“ genannt wird, auf die Faschingstage zu verlegen, dann drei Monate lang quasi nur noch für Touris und Teenies laufen zu lassen, so dass es die Münchener Stadtkassen vollspült und sie mehr Geld fürs Kotzewegwischen und Scheißhaufen entsorgen ausgeben können. Rund um die Wiesn könnten dann völlig neue Erwerbszweige gegründet werden: Sucht- und Abtreibungskliniken beispielsweise, private Ausnüchterungszellen mit fünf Sternen, psychologische Hotspots für Vergewaltigungsopfer und Spezialreinigungen. Und ein Zivilkleidungsverleih für den Tag danach. Im Herbst könnte dann die Oide, die guade Wiesn starten, das dafür aber jährlich, die Theresienwiese ist dann ja leer. Zwar gehen wir noch nicht so weit, Trachten für Unbayern verbieten zu wollen (wie ein gewisser Trachtenverein im Oberland), aber wir sind für ein Verbot von JEDER Art von Landhaus-Fetzen aus bedruckten Säcken und Trotteltücherln an Männerhälsen.

SKANDAL! JAHRMARKT DER EITELKEITEN AUCH IM GASTSTÄTTENMILIEU

Hey, seh ich toll aus….

… lass mich auch mal vor den Spiegel… boah! Grün!

hey, ich will auch mal! Wow, mit Lichtsprenkeln!

Ich auch! Ich auch! Ach menno :-(

Künstlerin Shakti hat Nachwuchs – wer tauft mit?

Posted Freitag, Mai 27th, 2011
Posted in Humor, Kunst, Literatur/ Lesung, Text, Texte, in eigener Sache | Kommentare deaktiviert

Das blogmunicheigene Huhn Shakti, berühmt und oft interviewt seit der Kunstaktion “angedacht.mai.erdgeschoss.” in der Metzstraße, ist wieder Mutter geworden. Die rigorose Verfechtung ihrer Ein-Küken-Politik stammt aus der Liaison mit einem chinesischen Seidenhahn, der auch der Vater des Kindes ist. Shaktis Aktion am Muttertag 2009, an der blogmunich bzw text-werk-design als Aufbauhelfer tätig war, hatte damals folgenden Hintergrund:

“die idee war, sich doch diesen Scheißmuttertag an den Hut zu stecken.

wir präsentierten ein lebendiges, gerade brütendes Huhn im Käfig. Shakti, Sanskrit für weibliche Urkraft des Universums. der Käfig trug die Aufschrift „Glucke“. Dazu zeigten wir Kati (ohne Käfig), ebenfalls mit dem Etikett „Glucke“ am Hut, an die Mütter im Publikum verteilten wir auch Glucken-Schilder zum an-den-Hut-stecken, die mit Begeisterung angenommen wurden. In Anlehnung an andere F-Eiertage wie den Vatertag bölkten die anwesenden Mütter ein paar Liter Tegernseer in ihre lebensspendenden Körper, sozusagen als klerikales Trank-Opfer im Rahmen eines anti-Fruchtbarkeitsrituals. Als nun Robert Hofmann die Idee an uns herantrug, Tier-Eventkunst bei ihm im Fenster zu zeigen, diskutierten wir lange mit den Hühnern darüber. Die anderen Hühner besuchten damals diverse Bildhauerkurse, planten außerdem ein Eier-Happening für die Documenta und wollten sich nicht mehr auf das billige Rollenklischee der Glucke festlegen lassen. Shakti aber sagte trotz ihres Mutterschaftsurlaubs zu.

Das Resultat des Gluckenstadiums von Shakti kam übrigens  am Todestag von Michael Jackson zu Welt und wurde in dessen Angedenken „Jacko“ getauft. obwohl es – im Gegensatz zu diesem – schwarz war.”

Jacko:

Das Neue:

Namensideen werden gerne entgegen genommen.

Post 2:

Donnerstag in der Redaktion in der Arabellastraße. Die neue Cosmopolitan ist da und auf ihr ein Satz “Glückskarten”. Nach langem Zieren ziehe ich endlich doch eine. Ich habe es befürchtet: “Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und schreiben Sie ein Gedicht mit den Worten “WAFFEL, EIS, SONNE und LÄCHELN”.

Wohlan:

Westerwelle, kalt wie EIS, lügt wie gedruckt und red’ nur Scheiß.

Westerwelle, blöder Affel, Mann, gehst du mir auf die WAFFEL!

Die Glückskarten wirken, mir geht es schon viel besser! Weiter also:

SONNE brennt, schwitz wie ein Schwein, Schweiß läuft ins Dekolleté  hinein,

Hunde dürsten, japsen hecheln, grinsen sabbernd ZahnfleischLÄCHELN

Ha! So gut gings mir doch schon lang nicht mehr!  Die nächste Übung wird fürmmich sein: Ein Liebesgedicht mit den Worten: Gruft, Aas, Leiche und Grausamkeit zu verfassen. Bald auf diesem Blog!


Hey, Ihr, Promi-Eltern!
Nicht genug damit, dass man sich als Rezensent über Mitch Winehouses CD “Rush Of Love” ärgern muss, der quasi verkehrt herum in die Fußstapfen seiner Tochter Amy Winehouse stampft und sich als eher schlechter als rechter Crooner versucht. Nun darf man sich auch noch anhören, dass das, was früher ein Blumenmädchen war, heutzutage “”Floralkünstlerin” heißt, die das, was früher Adventskränze hieß, als “Kunstwerke” anbiedert, äh -bietet. Das geht – wenn man selbst keine berühmte Tochter, Model oder Ehefrau ist – selbstverständlich nur, wenn es wenigstens die Tochter ist: Auch Model und Schweini-Freundin Sarah Brandner hat nun eine Mutter, Sabine, die in ihre Fußstapfen stakst, die die von illustren Persönlichkeiten ausgeatmete Luft auch einmal schnuppern will und die sich daher ausdenken musste, was es noch Unnötiges gibt, das Promis kaufen könnten. Warum sie kein “Schmuckdesign” macht, das ansonsten für designunkundige Promischlampen herhalten muss, weiß man nicht, aber Adventskranzdesign ist ja eigentlich noch krasser, oder?
Wir hätten da noch Vorschläge für die Mutter von Uschi Glas oder die Tante der Freundin von Lara-Joy Körner: Gesundheitslatschendesign wollten wir grad schreiben, aber das hat ja schon Heidi Klum gemacht. Aber wie wär’s mit dem Nasenpopelvergolden, Zahnprothesendesign, Bilderhakenbemalen, Auszieh-Artist, Barbiefrisurenfotografin, Fußnagel-Feil-Happenings oder Golddraht-Kleiderbügel-Biegedesign?
Wir jedenfalls hoffen, dass unsere Kinder auch bald Karriere machen und melden uns schon mal an für den VHS-Kurs “Plätzchen-Äcktschn-Backing for Hausfrauen-Artists”
In faszinierter Resignation, liebe Promi-Eltern, Euer Blogmunich!

Die wunderbaren Zauberbilder, unter denen wir hier von Blogmunich im gemeinsamen Atelier “Sonnendeck” in der Neureutherstraße 19 stets hochinspiriert arbeiten dürfen, werden aus unseren Herzen oder zumindest Blicken gerissen! Verlust! Schmerz! Analer Charakter!
Wenigstens reisen sie nicht weit, sondern nur bis zum coolsten Optiker der Stadt, Martin Bussmann nämlich, nebenberuflich langmähniger Gitarrero der Hamperer, weil der sie auch mal gerne in seiner Nähe hätte. Verständlicherweise. Und weil die überdimensionierten Leinwände, Dibond-Flächen und die Brillen, mit denen man die Bilder noch besser sehen kann, und Göpners surrealistisch-humoristische Phantasiewelten gar so schön sind, das Wetter dafür aber so beschissen, basteln Göpner und Bussmann eine zünftige Hüttenparty um den Optik-Genuss herum. Wird bestimmt lustig! Brettljause, Glühwein, Holz und VW-Bus vor der Hüttn…. 20.11.2010,18:00 – 21:00 h, Diefenbachstr. 47 in Solln, bei nina@sonnendeck.fm anmelden.

Und hier die Vorab-Rezi von BIldschönrednerin und Schwafelweltmeisterin Kati Hofacker

Der Künstler Christoph Göpner und seine Sonnendeck-Bilder

Zeichnung, Malerei, Öl, Aquarell und Acryl, Grafik, Objekte und Konzeptkunst: Der vielseitige Künstler und Grafiker Christoph Göpner (42) hat in mancherlei Genres geglänzt. Seit 2009 ist er bei einem Kunstsektor gelandet, den man als „Münchener Schule des Fantastischen Pragmatismus“ bezeichnen könnte:
Freudsche, bildgewaltige Traum- und Albtraumwelten werden humorvoll aufgebrochen durch paradoxe Bezüge zu sachlichen Gegenständen des materiellen Alltags. Ein versenkter VW-Bus blubbert in einer irreal wabernden Tiefseewelt. Derselbe Bus schwebt an einer an Jules Verne erinnernden, technoid-nostalgischen und detailverliebten Technikvision eines Zeppelins.
Es ist die subversive Distanz zum Dasein, das Spiel zwischen Realismus und Surrealismus und die Ambivalenz zwischen ursprünglicher Natur und Digitalwelt 2.0, die Göpners Gemälde und Drucke so eindrucksvoll machen. Bis hinein in die materielle Umsetzung zieht sich diese Kunst gewordene „Paradoxe Intervention“ : klassische, analoge und nach Wachs duftende Holzrahmen und Leinwand treffen auf Computeranimation und Dibond.
Göpners evidente Umsetzung seiner durch die Linse des Romantikers, des Kenners kulturepochaler Sichtweisen beobachteten Natur- und Gesellschafts-Erscheinungen zeigen ihn als Wandelnden in beiderlei Bedeutung: Als Wandelnder, als einfühlsamer Spaziergänger zwischen Natur und Fantasie. Und als Ver-Wandelnder, als ein Neugestalter seiner zusammengetragenen Eindrücke und Fundsstücke aus Setzkästen, Sammelalben, Herbarien, Bildatlanten und alten Landkarten. Göpner ist ein Architekt der Träume, der kleinen Fluchten, die den genüsslich betrachtenden Schlafwandler mittels augenzwinkernder, zweideutiger Hinweise zurück ins Hier und Jetzt bugsieren. Stets ist man sich in seinen sinnlichen, verzauberten und überbordend ausgestatteten Naturbildern des Strands unter dem Pflaster bewusst, des rhizomierenden utopischen Wuzelgewebes hinter und unter der Realität und dem Bewusstsein.
Leider haben die Worte „Fallhöhe“ und „Vergänglichkeit“, die in jede anständige Kunstrezension gehören, hier keine Verwendung gefunden. Hier fällt keiner. Hier schwebt man. Gänzlich unvergänglich, ewig, ein Teil der Natur, des Universums.
Das nächsten Mal wieder.

(Vorab-Rezension der Ausstellung am 20.11.2010 von kati hofacker in www.blogmunich.net)

Stützstrumpfrosé und Hornhautbeige

Posted Mittwoch, Oktober 13th, 2010
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Nude heißt ja eigentlich „nackert“ auf gut Münchenerisch. Wobei der Trend zum Nackerten durchaus zu begrüßen wäre. Zumindest als Kleidungstrend bei – von meiner Seite aus – jungen Männern. Hey, Mann, zieh dich aus, stell dich in die Ecke und beweg dich rhythmisch zur Musik! Genug der männerfeindlichen Emanzensprüche, zumal wir später noch darauf zurück kommen werden.
Der Trend zum Nackerten ist ansonsten eher rückläufig, zumindest was die gesellschaftspolitische Komponente innerhalb Münchens betrifft. Irgendwie ist im Zuge der Übersexualisierung, während der sich – zeitgleich mit einer Quote von 3 % weiblicher Führungskräfte – Frauen als „emanzipiert“ bezeichnen, die sich beim Playboy ausziehen, zu einer Reprüdisierung gekommen. Wo sind die Eisbach-Nudes? Die Oben-Ohne-Isarnixen? Die nappaledergegerbten Sport-Opas, die nacktärschig auf ihren Radeln die letzten Meter zum Fohnsee zurücklegen? Wieso sieht man wieder mehr Stoff auf badenden Leibern und woran mag das liegen?
Überschwappt uns etwa ein Sarrazinsches, äh Seehofersches muslimisiertes Horrorszenario? Oder beginnt hier nach dem Overkill an unappetitlichen Nachrichten aus der Zone unterhalb der Kutte eine neue katholische Rückbesinnung auf Werte innerhalb der Kleidungsstücke? Vermutlich dürfte dieser Trend sogar aus der Ecke der „emanzipierten“ Playboymodels kommen, deren Lieblingsplattitüde gerne – neben “das Aussehen ist doch gar nicht so wichtig” – lautet: „Alles zu sehen ist doch viel weniger erotisch, als noch ein paar Geheimnisse zu haben.“ Ach, ja, ich vergaß, Baden ist in unserer oversexten Gesellschaft ja zum erotischen Akt (de)generiert worden…..
Nude 2:
Die modebewusste München-Maid weiß natürlich, dass Nude die zum fünften mal aufgewärmte Unfarbe der Saison ist, die immer wieder dann zum Vorschein kommt, wenn Modeschöpfer nicht wissen, was sie eigentlich NOCH erfinden sollen. Sie erscheint in der Übergangszeit, wo noch keiner Zeit hatte, die Entwürfe der Konkurrenz zu klauen, und kommt oft in Begleitung von „Animal Prints“ (boah, ganz was Neues!). Wenn die Stoffe in Nude-Tönen wieder aus den Lagern gezerrt werden, dann muss man eigentlich nur noch darauf warten, ob die Adjektivdesigner der Fashionfabriken die Hauttöne dieses Jahr als „Puder“ oder „Nude“, „Natural“ oder „Rosenholz“ umtaufen. Wir hätten da ein paar ganz andere Vorschläge: Wie wär’s mit (bitte französisch aussprechen) „Stützstrümfrosé“, „Hornhautbeige“ oder „Pastellmatsch“?
Nude 3
Nur ein kurzes Wort zum Thema Nageldesign. Dass die „Farbe“ „Nude“ bei der Verfasserin hier nicht so wirklich gut ankommt, dürfte sich bis hierher aus dem Text herauskristallisiert haben. Dass sie aber neuerdings immer öfter auf Nägeln, also Fingernägeln, zur Schau getragen wird, löst in mir stets seltsame Assoziationen aus. An unseren Nachbarn, den alten Herrn O., den wir noch aufgebahrt gesehen habe. Seine Nägel hatten diese blutleere Farbe, dieses – na – Nude eben. Hey, Ihr Nagellackdesignerinnen, wie vorbildlich! Den eigenen Tod immer vor Augen sozusagen. Selbst renommierte Modeblogschreiberinnen (LesMads)und weniger prominente Mitarbeiterinnen diverser Postagenturen leisten sich diese buddhistische Vorausschau auf die Sterblichkeit aller Dinge, der Fingernägel und vor allem der eigenen Restperson. So weise. So bescheiden. So NUDE!

Hey, du, München!

Posted Donnerstag, September 2nd, 2010

Wieso flanieren in Dir jetzt, Ende August, plötzlich so viele Hochschwangere? Sie strecken und recken ihre Bäuche in die späten Sonnenstrahlen, so dass man, rechnet man ein wenig nach, vermuten muss, dass Sex bei Dir nicht mehr im Frühjahr Hochkonjunktur hat, wo normalerweise ein blitzblank geputzter Frühlingshimmel die Temperaturen von minus 10 Grad im März auf plus 30 Grad im April schnellen lässt. Fast könnte man meinen, dass dank Klimawandel, Jojo-Wetterlage und anderen Unannehmlichkeiten die Lust auf Sex schon wieder vorbei ist, kaum ist man aus dem T-Shirt gesprungen. Weil es dann entweder zu heiß oder zu kalt ist. Und wenn die Kinder dieses Jahr statt im Frühsommer  plötzlich August oder September kommen, dann können wir davon ausgehen, dass sie murmelmurmel rechenrechen, im November gezeugt wurden. Oktober, das ginge ja noch! Oktoberfest, Altweibersommer, Wandern und Hütten und so. Aber November? NOVEMBER?

Jetzt wissen wir es! Die Wirtschaftslage! Keiner kann es sich mehr leisten, den öden, faden, nassen, kalten, scheußlichen Regenmonat November mehr schönzusaufen oder wenigstens schönzuessen. Niemand ihm mehr in der Karibik den braungebratenen Rücken zukehren. Kein Geld.

Und was bleibt dem Armen laut Emil Zola als einziges Gratisvergnügen auch wenn der Brotschrank leer ist? Ganz klar: Sex. Was man daraus errechnen kann, dass Geldfreie dann auch noch massig Kinder bekommen und wie das eine Gesellschaft….

und ob Thilo Sarrazin nicht irgendwie recht….  ach lassen wir das.

Freuen wir an dieser Stelle uns lieber darüber, dass es in Dir, liebes München, bald mehr als die peinlichen 11 % Haushalte mit Kindern im Stadtgebiet gibt, die derzeit im Bundesvergleich (32, 7 %) oder z.B. Landshut (43 %) so unterirdisch ist, dass ich mich an Deiner Stelle, hey, München, echt schämen würde!

Hat der Anal-Phabet ein Mietzen-Trum?

Posted Donnerstag, August 12th, 2010
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Lese-Stolperfallen

Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame sammelten Blogmüniiik die vertrackteste und komischsten Stolperfallen beim Lesen. Oder aufschreiben. Der Klassiker: Ein Zettelchen der Sekretärin an ihren Chef: „Der Anrufer hat gesagt ‚Ganz leise kräht der Hahn’.“ Es handelte sich um den „Kanzleisekretär Hahn“. Aber das ist ja wieder ein Verhörer. Hier aber die falsch betonten Lesefehler:

Wir fanden bisher den eingebildeten Eti-Krat (Ethik-Rat). Er speist gerne in der umweltfeindlichen Baum-Esszentrale (Bau-Messzentrale), gleich neben der Marmo-Rei (Marmor-Ei). Dort wachsen auch die seltsamen, ohrmuschelförmigen Zuckerrohrpflanzen, aus denen man Rohr-Ohr-Zucker (Roh-Rohrzucker) herstellt, nach deren Genuss man aber eine schwere Dips-Ose (Dipp-Soße) bekommen kann. Dass diese Krankheit auch nach hinten losgehen kann, weiß der Anal-Phabet (An-Alphabet). Aus schmerzlicher Erfahrung. Der in der Baum-Esszentrale angebotene Schwarzer-le ist aber kein kleinwüchsiger Afroamerikaner, sondern die Schwarz-Erle! Zwischen deren Zweigen schimmert der  Zwergel-Stern (Zwerg-Elstern) und das Schiebfen-Sternchen (Schieb-Fensterchen). Auch die Ambi-Ente und Ambival-Ente (Ambiente und Ambivalente) flattern aufgeregt durch die Zweige. Dass sich dieses Biotop auch zweifelhafte Urin-Sekten (Ur-Insekten) zu eigen machten, lehrt uns eines: Urin stinkt (Urinstinkt). Eine riesige Katze, das Mietzen-Trum (Miet-Zentrum) frisst unter den Bäumen einen schillernden, statisch aufgeladenen E-Hering (Ehe-Ring). Sie hat unzählige Parasiten, so genante Piz-Zäcken (Pizza-Ecken). Der Gründer der Baum-Esszentrale übrigens ist ein sehr alter Herr, jedoch so rüstig, dass er sich in seiner Alter-Steilzeit (Alters-Teilzeit) einen echten Lenz macht. Er ist erst kürzlich, einfach um mehr Gleichaltrige kennen zu lernen dem TIGE Renten-Club (Tiger-Enten-Club) beigetreten. Er trägt seine Stiefen-Kelchen (Stief-Enkelchen). Kein Problem für ihn denn er hat kräftige Altbauch-Arme (Altbau-Charme). So denkt er darüber nach, ob er denn als Er-Blasser (Erb-Lasser) taugt oder dazu einfach zu rosig aussieht. Er will sich damit aber Zeit lassen, bis auch er als Hinster-Bender (Hin-Sterbender) fühlt, dass sein Stündchen geschlagen hat. Bis dahin isst er sein Leibgericht aus dem Osten, die Polen-Tarauten (Polenta-Rauten) mit Schwein-Elendchen (Schweine-Lendchen), garniert sie mit Geldau-Tomaten (Geld-Automaten) und kniet sich täglich vor seine Bet-Truhe (Bett-Ruhe), bevor er die Zahnpasta aus der Wachs-Tube (Wach-Stube) drückt.

Liebe SUV-Hersteller, liebe SUV-Fahrer, liebes München!


damals, vor langer Zeit, haben sich Autohersteller dazu entschlossen, riesige Autos zu bauen, die viel viel Sprit schlucken und mit denen man von seiner amerikanischen Vorstadt in die nächste Mall fahren kann. Damit klar ist, dass dieses Vehikel für den Landgebrauch bestimmt ist, hieß es SUV. Sub Urban Van.
Aber dann. Dann kam eine schlimme Zeit.
Zahnarztgattinnen in Bogenhausen entdeckten, dass man die 500 m Weg vom Kinderballett bis zum Tennisplatz viel bequemer fahren kann, wenn wenn man sie im Audi Q 7, BMW X5 oder Porsche Cayenne dorthin kutschiert. Außerdem sieht man neben so einem Riesengefährt gleich viel unbeholfener, kleiner und schlanker aus. Wenn man drinsitzt allerdings ist man “queen of the road”! Schließlich enden unsanfte Begegnungen mit SUVs für Fußgänger zweieinhalb mal so oft tödlich als mit normalen Autos. Auch die Frontschutzgitter erweisen sich als hilfreich, wenn man zwischen dem Käfer und dem Friedensengel aus Versehen einmal in eine Bullenhorde gerät.
Da die Straßen in Bogenhausen – bei beiderseitiger Beparkung zwar zweispurig, aber trotzdem oft nur drei Meter breit sind, diese Damen aber dank einer Art Fremdkörperwahrnehmungsstörung ihre Blechpanzer mit gefühlten fünf Metern Breite einschätzen, steckt nun täglich die eine oder andere Blond(iert)e  Dame völlig hilflos, klein und schlank in Straßen fest, die früher zweispurig waren und nun nicht einmal mehr einspurig sind.
Die Autoindustrie hat auf diese Idiotie schnell reagiert. Aus dem Sub Urban Van wurde das Sport Utility Vehicle, denn Ballett und Tennis sind ja irgendwie auch Sport und der Begriff “Offroader” bekommt angesichts des üblichen Parkens auf Gehwegen auch eine völlig neue, korrekte Dimension…
Einige Städte haben nun aber auch reagiert, trotz massiver Proteste der Zahnarztgattinnengewerkschaft: In Florenz ist das Fahren von Wagen mit Reifendurchmessern über 70 Zentimetern (SUV! SUV! SUV!) verboten, Zürichs Bürger planen eine Eingabe für die SUV-Verbannung, Paris will den Kraftstoffschluckern die Parkerlaubnis im Innenbereich entziehen und Londons Bürgermeister plant, die City-Maut für SUVs zu verdoppeln.
Schau, München, bei denen geht es doch auch!

Schland…

Posted Donnerstag, Juni 24th, 2010
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Wie schön müssen es die Berliner haben – am Brandenburger Tor herrscht Vuvuzela-Verbot. Damit unsere  strapazierten, vuvuzelierten, perforierten Trommelfelle nach dem Spiel nicht in Fetzen aus den Ohren fleddern, haben wir uns zum Spiel Deutschland gegen Ghana EXTRA zu Münchens leckerstem Griechen “Nefeli” verzogen. In den Garten, wohl wissend, dass Besitzer Petros Ärger mit einem spießigen, selbstgerechten, spaßfremden Nachbarn hat, der ihm vom almhüttengleichen Balkon direkt in den Garten motzt. Hier gibt’s bestimmt keine Vuvuzelas. Dachten wir. Aber seht selbst (kati)