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Blogmunich

subjektiv und ungerecht

Archive for November, 2010

Samma uns ehrlich….

Posted Dienstag, November 23rd, 2010
Posted in Musik, Video | No Comments »

Hey, Ihr, Promi-Eltern!
Nicht genug damit, dass man sich als Rezensent über Mitch Winehouses CD “Rush Of Love” ärgern muss, der quasi verkehrt herum in die Fußstapfen seiner Tochter Amy Winehouse stampft und sich als eher schlechter als rechter Crooner versucht. Nun darf man sich auch noch anhören, dass das, was früher ein Blumenmädchen war, heutzutage “”Floralkünstlerin” heißt, die das, was früher Adventskränze hieß, als “Kunstwerke” anbiedert, äh -bietet. Das geht – wenn man selbst keine berühmte Tochter, Model oder Ehefrau ist – selbstverständlich nur, wenn es wenigstens die Tochter ist: Auch Model und Schweini-Freundin Sarah Brandner hat nun eine Mutter, Sabine, die in ihre Fußstapfen stakst, die die von illustren Persönlichkeiten ausgeatmete Luft auch einmal schnuppern will und die sich daher ausdenken musste, was es noch Unnötiges gibt, das Promis kaufen könnten. Warum sie kein “Schmuckdesign” macht, das ansonsten für designunkundige Promischlampen herhalten muss, weiß man nicht, aber Adventskranzdesign ist ja eigentlich noch krasser, oder?
Wir hätten da noch Vorschläge für die Mutter von Uschi Glas oder die Tante der Freundin von Lara-Joy Körner: Gesundheitslatschendesign wollten wir grad schreiben, aber das hat ja schon Heidi Klum gemacht. Aber wie wär’s mit dem Nasenpopelvergolden, Zahnprothesendesign, Bilderhakenbemalen, Auszieh-Artist, Barbiefrisurenfotografin, Fußnagel-Feil-Happenings oder Golddraht-Kleiderbügel-Biegedesign?
Wir jedenfalls hoffen, dass unsere Kinder auch bald Karriere machen und melden uns schon mal an für den VHS-Kurs “Plätzchen-Äcktschn-Backing for Hausfrauen-Artists”
In faszinierter Resignation, liebe Promi-Eltern, Euer Blogmunich!

Christoph Göpners Zauber-Bilder (siehe Blogeintrag weiter unten) mit Konzert vom wundervollen Götz-Grünberg-Jazztrio (Chapeau!).
Danach Phonografenfest in der Kantine des Kaufrings am Ostbahnhof (das erste Mal seit 30 Jahren Partygehen, dass ich den Altersschnitt GESENKT habe!). So, das waren drei Tage, sechs Veranstaltungen. Brutal! Heute: Rekonvaleszent, Antrag an die Betty-Ford-Klinik wegen sofortiger Aufnahme, geistiger Flatliner, Tatort scheint zu intellektuell… blabla blörp gaglglgagl…

Goethestr. 30: Das Bahnhofsviertel boomt, boom-boomt, platzt aus den Nähten und dehnt sich kulturell und bedeutungsmäßig aus.
Hier aber atmete man köstliche Stille, klerikale Konzentriertheit und zarte Bescheidenheit. Schön war’s, ruhig und lauschig, das einzige Konzert außerhalb des E-Musik-Bereichs, auf dem die Gäste flüstern…
Dank für das Foto, Hans: mit Gaststar Ferdl vom NoMiYa (r.)
(Foto und Copyright: Hans Lauer, hans.lauer@paparazzi-records.de

Lesung des Blumenbarverlags mit der wunderbaren Jasmin Ramadan aus Hamburg (FX Karl hatten wir leider versäumt) und Franz Dobler – viele Lacher, gelöste Stimmung. Die Blumenbar glänzte matt im selbst gewählte Understatement, ihre Gäste – allesamt mit Intelektuelleninsignien wie Bart, Schlabberirgendwas und Schals verziert, schimmerten mit:

Freitag, 18.11.: 19:00 Clemensstraße
Kunst-Strich mit Bildhauer Wolf Schiel, Foto-Artist Mathias Böhler und Wortkünstlerin Sibylle Stocker: Gemütliche Vernissage in lauschig-privatem Ambiente bei Schiel daheim
Schiels Plastik “Danse”

Böhlers spannende Reisen, die seine Flaschenplöppel-Köpfe erleben, erinnern ein wenig an den Gartenzwerg von Amélie:

Böhler-Gattin Stöcker bringt Poeme und Worte in Bildform, hier die dumme Nuss:

Donnerstag 18.11., Annapril: Vernissage des Künstlers Tom Schmelzer. Humorvolle Exponate z.B: “martin creed for the poor”: Eine Lampe, die an und ausgeht und die laut Künstler 5,99 € im Baumakrt gekostet hat, blinkert als Reminiszenz an den Künstler Martin Creed. Der bekam für einen Raum, in dem nichts passierte, außer dass dort auch eine Lampe an- und ausging, den renommiertesten aller Preise, den Turner-Preis nämlich. Wie man dem TItel des Schmelzer-Werks entnehmen darf, dürfte ihm dieser Preis enorm gestunken haben. Schmelzer ist – das muss man erst einmal zusammenbekommen – auch noch studierter Arzt mit Dr.-TItel, Industriekaufmann, studierter Philisoph und er arbeitet als Werbetexter. Seine Werke sind deshalb so vieldimensional wie er, sich windende Gummiwürmer mit Elektromotor, Malerei, Bilder auf Glas, Skulpturen oder die silbernen, in der Luft schwebenden Ballons zeigen ihn als deutlich vielseitigeren Künstler, als viele seiner preistragenden Kollegen.

Der Künstler (r.) und sein Bildschönredner (Lieblingsworte: Vanitas, Fallhöhe) Sigi Bucher (l.) von Annapril e.V.:

“after all i’m still confused but on a higher level” – sagten wir schon, dass der Mann Werbetexter ist?

und hier:

Bling bling Martin Creed go home!

Ackerschiene – Spoiler
Alupickel – Piercing
Beinpresse – Leggins
Bitchburner – Solarium
Waldapotheker – Drogendealer
Chefbettmatratze – Sekretärin
Entenparka – Gänsehaut
Froschbenzin – Pfefferminzlikör
Zweitwohnung – Handtasche
Affenwurst – Banane
Biotonne – übergewichtiger Vegetarier
Cellulitezentrum – Schwimmbad
Discoblitzer – Zahnspange
Eierkocher – Sitzheizung
Gehirnquäler – Lehrer
Ketchupdeckel – Mensch mit roten Haaren
Mumienexpress – Bus voller alter Menschen
Pennercabrio – Einkaufswagen
Rentner-Bravo – Apothekenumschau
Wasserspender – Person mit feuchter Aussprache
Felleule – Mädchen mit langen, fettigen Haaren
Trachtengruppe – Polizisten in Uniform
Tempelraser – Sandalen
Sportwagendeko – Blondine im Sportwagen
Zwei Hippies unter den Armen haben – starke Achselbehaarung
Vertreterschal – Krawatte
Töle ausleeren – mit einem Hund Gassi gehen
Murmelschuppen – Kirche

Aus: PONS Wörterbuch der Jugendsprache 2010

Wer wissen will, warum Marihuana-Diäten nicht funktionieren und wie sich Steven Uhly seiner ersten Freundin mittels besserer Abiturnoten entledigt hat, dem sei wärmstens sein Buch “Mein Leben in Aspik” empfohlen. Im interessanten Kunst-Vereinsheim von Annapril in der Hildegardstr. 2 (gegenüber vom blauen Haus der Kammerspiele) lachte das Publikum herzlich ob der schrägen Jugend des Autors bzw Protagonisten, freute sich später an den besinnlichen Klängen des Trios “Baby Lamonade” mit Ulrich Bassenge, Bastian Jütte (Jünge, wenn du deine zweifelsfrei zauberhaften Songs weiter selbst singen willst, lern englisch!) und Azhar Kamal. UND am kalten Augustiner – leider wieder mal nur in Babyfläschchen, dafür aber für erwachsene drei Euro. Kunst mir mal drei Euro leihen?

Was macht der Mann im weißen Hemd hier? Im Annapril trägt man SCHWARZ!!!


Fundstücke – kryptische Schilder

Posted Mittwoch, November 17th, 2010

Also da steht: Mitgebrachte, warme Grillhendl dürfen hier nicht verspeist werden. Bitte beim Wirt an der Theke abgeben.
Kinders, was waren wir froh, dass wir nur ein mitgebrachtes KALTES Grillhendl dabei hatten! (Gesehen an der Bayernhütte am Brauneck vorgestern)