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Blogmunich

subjektiv und ungerecht

Archive for November, 2010

Die wunderbaren Zauberbilder, unter denen wir hier von Blogmunich im gemeinsamen Atelier “Sonnendeck” in der Neureutherstraße 19 stets hochinspiriert arbeiten dürfen, werden aus unseren Herzen oder zumindest Blicken gerissen! Verlust! Schmerz! Analer Charakter!
Wenigstens reisen sie nicht weit, sondern nur bis zum coolsten Optiker der Stadt, Martin Bussmann nämlich, nebenberuflich langmähniger Gitarrero der Hamperer, weil der sie auch mal gerne in seiner Nähe hätte. Verständlicherweise. Und weil die überdimensionierten Leinwände, Dibond-Flächen und die Brillen, mit denen man die Bilder noch besser sehen kann, und Göpners surrealistisch-humoristische Phantasiewelten gar so schön sind, das Wetter dafür aber so beschissen, basteln Göpner und Bussmann eine zünftige Hüttenparty um den Optik-Genuss herum. Wird bestimmt lustig! Brettljause, Glühwein, Holz und VW-Bus vor der Hüttn…. 20.11.2010,18:00 – 21:00 h, Diefenbachstr. 47 in Solln, bei nina@sonnendeck.fm anmelden.

Und hier die Vorab-Rezi von BIldschönrednerin und Schwafelweltmeisterin Kati Hofacker

Der Künstler Christoph Göpner und seine Sonnendeck-Bilder

Zeichnung, Malerei, Öl, Aquarell und Acryl, Grafik, Objekte und Konzeptkunst: Der vielseitige Künstler und Grafiker Christoph Göpner (42) hat in mancherlei Genres geglänzt. Seit 2009 ist er bei einem Kunstsektor gelandet, den man als „Münchener Schule des Fantastischen Pragmatismus“ bezeichnen könnte:
Freudsche, bildgewaltige Traum- und Albtraumwelten werden humorvoll aufgebrochen durch paradoxe Bezüge zu sachlichen Gegenständen des materiellen Alltags. Ein versenkter VW-Bus blubbert in einer irreal wabernden Tiefseewelt. Derselbe Bus schwebt an einer an Jules Verne erinnernden, technoid-nostalgischen und detailverliebten Technikvision eines Zeppelins.
Es ist die subversive Distanz zum Dasein, das Spiel zwischen Realismus und Surrealismus und die Ambivalenz zwischen ursprünglicher Natur und Digitalwelt 2.0, die Göpners Gemälde und Drucke so eindrucksvoll machen. Bis hinein in die materielle Umsetzung zieht sich diese Kunst gewordene „Paradoxe Intervention“ : klassische, analoge und nach Wachs duftende Holzrahmen und Leinwand treffen auf Computeranimation und Dibond.
Göpners evidente Umsetzung seiner durch die Linse des Romantikers, des Kenners kulturepochaler Sichtweisen beobachteten Natur- und Gesellschafts-Erscheinungen zeigen ihn als Wandelnden in beiderlei Bedeutung: Als Wandelnder, als einfühlsamer Spaziergänger zwischen Natur und Fantasie. Und als Ver-Wandelnder, als ein Neugestalter seiner zusammengetragenen Eindrücke und Fundsstücke aus Setzkästen, Sammelalben, Herbarien, Bildatlanten und alten Landkarten. Göpner ist ein Architekt der Träume, der kleinen Fluchten, die den genüsslich betrachtenden Schlafwandler mittels augenzwinkernder, zweideutiger Hinweise zurück ins Hier und Jetzt bugsieren. Stets ist man sich in seinen sinnlichen, verzauberten und überbordend ausgestatteten Naturbildern des Strands unter dem Pflaster bewusst, des rhizomierenden utopischen Wuzelgewebes hinter und unter der Realität und dem Bewusstsein.
Leider haben die Worte „Fallhöhe“ und „Vergänglichkeit“, die in jede anständige Kunstrezension gehören, hier keine Verwendung gefunden. Hier fällt keiner. Hier schwebt man. Gänzlich unvergänglich, ewig, ein Teil der Natur, des Universums.
Das nächsten Mal wieder.

(Vorab-Rezension der Ausstellung am 20.11.2010 von kati hofacker in www.blogmunich.net)

Am Samstag feierte Jürgen Todenhöfer, früher CDU-Abgeordneter der “Stahlhelm-Fraktion”; Klassenfeind, Burda-Stellvertreter, Unsympath, seinen 70. Geburtstag. Viel ist in den letzten zehn Jahren passiert: Er wandelte sich zum radikalen Pazifisten und Verhandler, gründete Stiftungen vor allem für Kinder, reist in Krisengebiete, um direkt zu helfen und schrieb nun sein ehrlichstes, selbstkritischstes Buch – das an sich nur für die Augen seiner Kinder gedacht war: “Teile dein Glück – und du veränderst die Welt”, C.Bertelsmann Verlag.
Todenhöfers lautesten Blechschäden, seine zerstörerischsten Totalcrashs und die wichtigsten Lerninhalte erscheinen in einem liebenswerten Mix aus Lebenserinnerungen und Aphorismen auf Drängen und unter Mitarbeit seiner drei Kinder nun als Buch. Klar gibt es Menschen, die schon immer mehr Gutes tun und die deutlich weniger beachtet werden als Todenhöfer. Trotzdem finden wir von Blogmünique: Lieber eine späte Wandlung zum Paulus als gar keine. Und wer weiß: Stellen wir uns vor, dass Todenhöfer nur zehn Menschen auf der Erde positiv verändert. Und die zehn dann wieder zehn. Und so weiter, dann ist die Welt bald ein besserer Platz. Wir jedenfalls fühlen uns schön deutlich besser und teilen hiermit unser Glück, dass wir dieses Buch, dieses Essen mit Todenhöfer, das Engagement seiner an MS erkrankten Tochter Nathalie miterleben durften.

Ein Promi? Ein Promi?

Ach, nö, es ist Herr Todenhöfer und seine Kinder

SZ, BR, alle Wichtigen waren da. Und natürlich wir:

Neues aus dem Gaza-Eck

Posted Montag, November 15th, 2010

Nicht der Gaza-Streifen, nein das Altheimer Eck, Münchenern auch als Alzheimer Eck bekannt, ist hier zu betrauern!



Fundstücke der Woche

Posted Freitag, November 12th, 2010
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Und aus der Titanic:





HARE KRISHNA

WIE DU WIEDER AUSSIEHST – HOSE IN DEN SOCKEN….

Abgesang aufs alte Domagk-Gelände

Posted Mittwoch, November 10th, 2010
Posted in Kunst | No Comments »

Eine klitzekleine Vernissage in den noch klitzekleineren Räumen des Vereins “peace by culture” in der Rosenheimerstr. 218: Der frühere Immendorf-Schüler Christoph Schneider – “… walking through a room”. Man lauschte andächtig den Klarinettenklängen von Jongsun Jang, lediglich unterbrochen vom seligen Glucksen unserer Bierflaschen und des Magens des Sitznachbarn (sagten wir schon, dass es sehr sehr klein dort ist) und freute sich an den schönen Werken von http://www.schneiderchristoph.com/




Jeden ersten Freitag im Monat gibt’s in der Kongressbar ganz offensichtlich eine saftige Jamsession – mei war war das ein Glück! Eigentlich sollte es zum Brassbanda-Sänger Stefan Dettel gehen, aber glückstrunken ob der tollen Location aus Kongressbar, Kongresshalle, Kongressgarten taumelten wir am Konzert vorbei und checkten DIREKT in die Bar ein. Dort gab es: buntes Publikum, fantastische Livemusik, feines Ambiente aber leider nur windiges 0,3er-Kinderbier. Das Augustiner im Kongressgarten nebenan ist da deutlich besser. So preisleistungsverhältnismäßig. Man kann eben nicht alles haben. Aber fast alles…




Danke, Puerto Giesing

Posted Samstag, November 6th, 2010

Und wieder einmal habt Ihr beim Uamo-Festival bewiesen, dass Kunst spaßig sein kann, lustig, humorvoll, mit allen Sinnen genießbar…. erst Kultur, dann Tanz und Bier, prima! Vor allem das Wett-Künstlern und die beseelte Skulptur im Dunkeln hatte es uns echt echt echt angetan! Aber auch die akustische Wachsmalkreide, das abspielbare Tonbandbild, die witzigen Objekte und der McDonalds-Clown in entwürdigt-entwürdigender Stellung, ach alles. Ja klar, und auch Frank Schulz, obwohl die Schicksale auf hölzernen Pömpeln schon mal zu sehen waren.